Thursday, November 30, 2006

Positives Denken Teil 2

Am besten ist es, sich des Urteils irgendwann ganz zu enthalten und was passiert zu beobachten ohne untätig zu sein, aber auch ohne zuviel zu wollen. Handeln. So wie alles blindlings schön zu sehen zur Fixierung Ihrer persönlich Zustände führt, führt auch das Schwarzsehen zur Stagnation in den falschen Umständen. Egal also, ob im Negativen oder Positiven, sobald Sie urteilen, fixieren Sie und liegen mehr oder weniger falsch. Sie legen etwas nach bestimmten Vorurteilen, Erfahrungen oder Kriterien fest. Hier ist der Schnittpunkt von Präsenz und Authentizität als Basis der Lebendigkeit deutlich sichtbar, denn diese beiden Haltungen können final nur zusammen gelebt werden. Tatsachen, die Sie verdrängen oder unterdrücken, holen Sie irgendwann ein. Es ist besser sie im Moment ihres Auftretens genau zu betrachten und ehrlich mit ihnen umzugehen. Wenn man sich die Mühe macht, hinzusehen und nicht zu vorschnell ein Urteil nach den bekannten Mustern von etwa gut und schlecht oder angenehm und anstrengend fällt, hat jede Situation ihre besondere Qualität.

Etwas anderes als blindlings positiv zu denken ist es, ein gewisses Maß an Dankbarkeit an den Tag zu legen oder besser gesagt dem Empfinden von Dankbarkeit Raum zu geben. Wenn Sie ehrlich, ohne zu beschönigen oder toll zu reden, betrachten, was Ihnen möglich ist, werden Sie ganz automatisch ein Gefühl der Dankbarkeit und eine leise Freude darüber empfinden. Schließen Sie fünf Minuten die Augen und stellen sich vor, Sie seien blind und dann sehen Sie wieder hin. Oder kauen Sie Ihr Frühstück mit zugehaltener Nase, Sie werden sich auf Morgen freuen. Sie sehen schon, Dankbarkeit erwächst aus der Bewusstheit unserer Möglichkeiten. Wenn Sie mal wieder richtig mies gelaunt sind, stellen Sie sich vor, eine Ihrer Fähigkeiten fiele für immer weg.

Sie sollen nicht lernen positiv zu denken, sondern konstruktiv zu leben. Auf dem Weg zum authentischen Sein, ist das Positive Denken in Form von Affirmationen als Hilfe und Katalysator des Veränderungsprozesses geeignet. Wenn es Ihnen so gelingt, besser über die Widerstände Ihrer Transformation hinweg-zukommen, nimmt es in Ihrem Leben den richtigen Rang ein. Sich den idealen Zustand vorzustellen und Veränderungen zu visualisieren, bedeutet, destruktive Bindungen nicht weiter als endlose Aufzählung ins eigene Unterbewusstsein und in die tiefe eigene Überzeugung zu legen. Niemand ist von Geburt an traurig oder depressiv, es sind die Erfahrungen dieser Welt, die das mit uns machen.

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Wednesday, November 29, 2006

Positives Denken

Positives Denken

Was Positives Denken eigentlich nicht ist, doch womit es allzu leicht gleichgesetzt wird, ist eine Haltung, in der alles was passiert ganz wunderbar ist, ja wirklich allem zwanghaft und ignorant die gute Seite abgewonnen wird. Genauso wenig wie Sie sich einreden müssen, mächtig glücklich zu sein, ist es notwendig von Ihrem Unglück überzeugt zu sein und dies zu bedauern. Es ist sicher dienlich, ein gutes Maß an Schicksalsergebenheit und Gelassenheit an den Tag zu legen, dies ist aber nicht gleichzusetzen mit der Haltung, Probleme und Spannungen zu ignorieren. Wer alles ganz toll findet, läuft Gefahr, was unerträglich banal oder unwürdig ist, nicht mehr klar vor Augen zu haben. Eine solche Haltung führt zur Fixierung der bestehenden Zustände, gesellschaftlich wie individuell, während eine Haltung der aufmerksamen Beobachtung zur Entwicklung führt. Was die eine wie die andere Haltung nicht ändern kann, ist die Tatsache, dass der Ablauf eines Lebens so allerlei Probleme bei Ihnen vorbeibringt.

Ihre Negativität, also die negative Überzeugung, die Sie von Teilen Ihrer Person vielleicht haben, mag zum Teil objektiv begründet sein, weil Sie nämlich, gemessen an dem, was Sie lebendig und glücklich macht, blockiert sind und sich gehen lassen. Vergrößern wir den Fokus der Sichtweise, ist die Negativität der Überzeugung, dass alles in Ihrem Leben schlecht ist und oder schlechter wird wenig objektiv, sondern größeren Teils Ihre freie Wahl. Also noch mal: Genauso wenig wie Sie sich einreden müssen mächtig glücklich zu sein, ist es notwendig, von Ihrem Unglück überzeugt zu sein und dies zu bedauern. Die Wiederholung Ihrer persönlichen Litanei ist identitätsstiftend im Guten wie im Schlechten, das sollten Sie bei Ihren Gedanken-gängen immer beachten. Sie sind eigentlich nur das, was Sie (warum auch immer) häufig genug im Denken und Handeln wiederholt haben. Sie sollten in Ihrem Lebensstil also mehr Wert auf Aktivität legen, und zwar nicht im Sinne von „alles ist toll“ , sondern indem sie konstruktiv sind statt zu zweifeln. Dabei lernen Sie begreifen, dass jede Aktivität Ihrer Person entstammt, aber Ihr Handeln und Denken immer auch Ihre Person konstituiert. Ihre Seinsweise von heute legt durch den Vollzug dieses gewählten Seins die Grundlage Ihres Seins von morgen. Heute gebe ich mich einer Gewohnheit hin und lege damit die Grundlage, diese Gewohnheit morgen zu wiederholen. Für Ihr Glück sind Sie ganz alleine verantwortlich.

>> Welche negativen Überzeugungen haben Sie von sich selbst?
>> Welche dieser negativen Eigenschaften ist realistisch, welche durch Ihre Fokussierung eigentlich überbewertet?

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Tuesday, November 28, 2006

Gefühle Teil 3

Beobachten Sie in den kommenden Wochen Ihre Gefühle betrachten Sie Ihre Stimmung im Kontext Ihrer Handlungen, Ihrer Körperhaltungen, Ihrer Gedanken und Wahrnehmungen und versuchen Sie herauszubekommen, warum Sie Schwere empfinden oder Leichtigkeit. Es ist am besten, sich von den Ereignissen und eigenen Wünschen nicht allzu sehr überraschen zu lassen, sondern Ihr Eintreten zu erwarten, das nimmt gerade den schwierigeren Ereignissen des Lebens die Schärfe und kann helfen, Sie aus der Enge hundertfach wiederholter Gefühlsabläufe zu befreien. Ihre Gefühle sind teilweise die Resultante aus Ihren Handlungen und Wahrnehmungen, doch lässt sich durchaus auch fragen, ob ein Teil Ihrer Gefühlswelt nicht autonom abläuft, quasi von innen heraus, ohne äußeren Anstoß. Was sich Ihrem direkten Einfluss auf Ihre Gefühle entzieht, ist Ihr Unterbewusstsein. Einen Zugang finden Sie in der Beobachtung Ihrer Träume. Auch Träume sind Gedankenprozesse. Sie laufen häufig als komplementäre Gefühls- und Erlebniswelt zu unserem bewussten Leben ab. Was die Gefühle angeht, können Träume sehr angenehm und sehr belastend sein, wir wollen uns den Träumen im dritten Abschnitt widmen.

Auch die Zufriedenheit ist ein Gefühl, man kann sie unter den Punkt Harmonie oder Glück summieren. Alle Lebensprozesse werden von einem Gefühl begleitet und wer wollte widersprechen, wenn wir sagten, es wäre doch schön, wenn die schlechten Gefühle aus unserem Leben verschwinden würden. In gewisser Hinsicht sind die Gefühle die Basis Ihrer Person. Aus Ihren Gefühlen speisen sich Ihre Wünsche, und nicht umsonst sind unsere Gefühle unsere verletzlichste Stelle, zu der uns heutzutage Kaufwünsche und allerlei Vorstellungen ungefragt eingeflößt werden. Es ist eine angreifbare Stelle unserer Person, weil uns unserer Gefühle oftmals nicht unmittelbar präsent sind und Sie dennoch Entscheidungen bestimmen.

Die Beobachtung Ihrer Gefühle im Wachzustand könnte in die Frage münden: Inszenieren Sie Ihre Gefühlswelt oder wird sie an Sie herangetragen und Sie sind eher passiv und erdulden, weil Sie keine Möglichkeit sehen, etwas zu ändern? Erzeugen Sie Gefühlsräume, um in Ihnen zu schwelgen? Das erste Ziel bei der Beschäftigung mit Ihren Gefühlen sollte sein, sich mit Ihrer Gefühlswelt, mit den Reaktionen auf bestimmte Begebenheiten auszukennen. Auch hier sollten Sie ein Stück zurücktreten und sich Ihr eigenes Theater, Ihre Inszenierung ansehen und überdenken.

Sie sollten Ihre Gefühle schlicht und ergreifend unter Kontrolle bekommen. Was bedeutet, die eigenen Stimmungslagen zu kennen und mit ihnen umzugehen. Wobei in ihnen zu schwelgen eben so hinderlich ist, wie sie zu verdrängen. Es ist nichts einzuwenden, wenn Sie Gefühle einmal übermannen oder überfrauen, es gehört einfach dazu, zu leben, was Ihnen widerfährt. Aber Sie sollten sich nicht in Gefühlswelten flüchten, Tagträumen oder in Trancen harren, um der Realität auszuweichen, dann leben Sie nämlich nicht wirklich.


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Monday, November 27, 2006

Echte Gefühle 2

Das ist auch der erste Punkt, an dem wir Ihrem Erkenntnisprozess weiter auf die Sprünge helfen wollen:

>> Wie steht es um Ihre echten Gefühle?
>> Welche Gefühle erleben Sie jenseits einer virtuellen Realität, sei es in den modernen Medien oder Büchern?

Es gibt ein gutes Dutzend Grundgefühle, aus denen sich die anderen speisen, das sind in beliebiger Reihenfolge. Setzen Sie die Liste für sich fort, differenzieren Sie nach Ihrem Gefühlserleben und dann halten Sie inne, lehnen sich ein Stück zurück und denken darüber nach: Harmonie, Trauer, Ärger, Minderwertigkeit Aggression, Leichtigkeit, Glück, Schwere, Angst, Verzweiflung, Freude, Mut, Begeisterung.

>> Welches dieser Gefühle stufen Sie als positiv, welches als eher negativ ein?
>> Gibt es ein Gefühl, das in Ihrem Leben dominiert?
>> Wie sind die Anteile in Ihrem Leben zwischen die-sen Gefühlen aufgeteilt und sind Sie mit dieser Aufteilung zufrieden?
>> Welchen Stellenwert nimmt das Gefühl Angst in Ihrem Leben ein? Wovor haben Sie die größte Angst? Drei Punkte!
>> Welchen Stellenwert nimmt das Gefühl Scham in Ihrem Leben ein? Wofür schämen Sie sich? Drei Punkte!
>> Wenn Sie nun eine Idee vom Strickmuster Ihres eigenen Gefühlspullovers haben, taucht natürlich die Frage auf, warum haben Sie genau diese Gefühle?
>> Wo beginnen sie, wie lange verweilen Sie, wann hören sie auf?
>> Haften die schwierigen Gefühle mehr an Ihnen als die guten?

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Friday, November 24, 2006

Echte Gefühle

Was ist mit den Gefühlen los?

Die individuelle Gefühlsstruktur eines Menschen ist ebenso einmalig wie seine Iris, insofern scheint dieses Thema vielleicht etwas zu heikel, um es allgemeingültig betrachten zu wollen. Wir möchten uns aber, wie in den anderen Kapiteln auch, nur den kleinsten gemeinsamen Nenner ansehen, also was für uns alle mehr oder weniger zutrifft und eine Möglichkeit eröffnet elementar menschliche Zusammenhänge zu erkennen.

Gefühle umfassen, was neben oder unterhalb der Welt Ihrer Gedanken stattfindet, sie sind eine Art seelischer Resonanz-körper. Sie sind glücklich, heiter, traurig, erregt, zornig, niedergeschlagen und so fort. In Gefühlen zu schwelgen, mag Ihnen zunächst gar nicht mal als überprüfenswert erscheinen, so mögen Sie es als positiv empfinden, Gefühle zu haben und grundsätzlich ist das ja auch völlig richtig. Aber die ganze Sache ist subtiler, denn nicht die Gefühle an sich, sondern inszenierte Gefühlstrancen in ihrer Funktion als Substitut für echte Gefühle, die in Bindungen zu Menschen entstehen oder als Installation von Gefühlstrancen, um anderen Tatsachen auszuweichen, sind Bindungen, die Ihnen auf dem Weg zu wirklichem Freisein vielleicht im Wege stehen.

Erkennen Sie, welche Gefühle Sie an sich heranlassen, wenn Sie etwa Romane lesen oder sich Filme ansehen. Sie tauchen in eine vom jeweiligen Autor geschaffene Gefühlswelt. Sie identifizieren sich mit einem Helden oder empfinden Mitgefühl mit einem Verlierer oder öffnen Ihr Herz einem virtuell Leidenden. Immer aber sind dies von einem anderen Menschen vorgekaute, synthetisierte Gefühle, die Sie mehr oder minder bewusst ein- und ausschalten. Und diese Gefühle haben keinen Bezug zu tatsächlichen Menschen, sie sind virtuell und damit in gewisser Weise ungefährlich, aber im gleichen Maße eben genau dadurch unecht, nur installiert und nachgespielt. Das mag in manchen Momenten ein notwendiges Ventil sein, um zu sich selbst wieder Zugang zu finden. Besser ist es aber zweifellos im Kontakt zu der eigenen wirklichen Umwelt zu stehen und die Gefühle zu empfinden, die diese hervorruft. Der Unterschied besteht schlicht darin, dass Sie in der Realität agieren können, während Sie mit Abbildern der Realität zu Passivität gezwungen werden. Besser, wir können über die Dinge wieder weinen, die uns widerfahren und diese Trauer mit Menschen teilen, als vor dem Fernseher über irgendwelche Fiktionen zu trauern. Im letzteren Fall leben sie nämlich nicht wirklich, sondern werden nur manipuliert.

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Thursday, November 23, 2006

Liebsbeziehung zum Leben

Zu einem gewissen Teil handelt der gesamte Veränderungsprozess, den wir mit Ihnen beschreiten vom zurücknehmen unserer Sinne, um unser Denken und Handeln zu konzentrieren. Das mag Ihnen bisweilen schwierig erscheinen, aber wie wir es drehen und wenden, wir gelangen nur über diesen Pfad zur Verfeinerung und zur Entwicklung Ihrer Person. Es ist der einzig dauerhafte Ausweg aus Ihren Körper- und Geistesleiden. Als kleines Experiment können Sie sich von einer vertrauens-würdigen Person mal eine Stunde mit geschlossenen Augen durch Stadt oder Natur führen lassen, das ist ein beeindruckendes Erlebnis. Auch das Zurücknehmen der anderen Sinne für eine Zeit, kann Ihnen sehr dienlich sein, experimentieren Sie damit. Was gemeinhin als Ihr sechster Sinn bezeichnet wird, nämlich Ihr Gespür, Ihr Einfühlen, Ihre Intuition und Voraussicht wird im Laufe Ihrer Verfeinerung wie von selbst mit ausgebildet. Sehen Sie das als Stufe Ihrer Transformation an und als positiven Nebeneffekt auf Ihrem Weg. Wir beschäftigen uns im letzten Abschnitt noch etwas genauer mit Ihrem sechsten Sinn.

Es soll nicht wundern, wenn Sie auf Ihrem Weg Fiktionen und insbesondere schlechten Fiktionen immer weniger abgewinnen können und stattdessen größere Sehnsucht nach dem gegenwärtigen Leben spüren. Sich nicht mehr die Sorgen, Wünsche und Begrenzungen von künstlichen Personen anzu-sehen, deren Schöpfer im Zweifelsfalle ihre eigene Pathologie oder Glückstrance darin transportieren, sondern die eigenen Sorgen, Wünsche und das Glück selbst im Moment zu empfinden und mit „echten Menschen“ zu teilen, wird eine ganz natürliche Erscheinung Ihrer Entwicklung sein und der Beginn der Liebesbeziehung zu Ihrem Leben.



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Wednesday, November 22, 2006

TASTSINN -T-A-S-T-S-I-N-N-

Sie schmecken Ihren Tee, sie schmecken den Rauch Ihrer Zigarette, Sie schmecken ein Stück Schokolade oder den Geschmack einer rohen Karotte? Im Vergleich zu sehen und hören finden die Reizung Ihres Geschmacks- und Geruchssinns gewöhnlich willentlicher und bewusster statt. Sie essen oder trinken etwas bewusst aus der Entscheidung nach einem bestimmten Geschmack. Wie im Kapitel über Ernährung bereits geschildert, kann Ihnen Ihr Geruchssinn verraten, welche Nahrung Ihr Körper gerade benötigt? Sind Sie von Wohlgerüchen umgeben, wie riecht eine Orangenblüte?

Sicherlich wird Ihr Tastsinn täglich über Ihre Hände und Füße angesprochen, sie treten mit Ihren Füssen auf und fassen Dinge an. Meistenteils werden diese Berührungen aber recht unbemerkt an Ihnen vorübergehen. So ist der Tastsinn im Kabinett der Wahrnehmungen sicherlich auch der vernachlässigste Kandidat. Ihr Tatsinn ist das entwicklungsgeschichtlich originäre Sinnesorgan, aus dem Tastsinn der Haut haben sich also alle anderen Sinne des Menschen entwickelt. Auf diese Tatsache werden wir immer dann zurückverwiesen, wenn uns unsere Augen täuschen, dann fassen wir etwas an, um uns zu überzeugen.

Unsere Erlebnisse des Tastsinns werden noch seltener sein als die der anderen Sinnesorgane, denken Sie z.B. an eine Massage oder Streicheleinheiten. Wie im Kapitel über Sexualität bereits angedeutet, wäre es sicher Ihrem Wohlbefinden förderlich, wenn Ihr körperliches Erleben in der Partnerschaft über einen teilnahmslosen Geschlechtsverkehr hinausginge und eben einen deutlichen Anteil an nichtgenitalen Ganzkörperberührungen beinhaltete. Darüber hinaus gönnen Sie sich eine Massage, ein Dampfbad, schwimmen Sie in warmem Wasser und erleben Sie Ihren Tastsinn mit Lust. Was vermutlich noch weniger verbreitet ist, ist die Wahrnehmung Ihres Tastsinns nach innen. Vermutlich kennen Sie ihn in Form von Kopf- oder Bauchschmerzen. Versuchen Sie einmal Ihren Körper im Inneren jenseits von Schmerzempfindungen wahrzunehmen. Wir fühlen sich Ihre Muskeln an, wie Ihre Knochen und Gelenke, Ihre Organe, Ihre Wirbelsäule oder was fühlen Sie unterhalb der Schädeldecke?
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Tuesday, November 21, 2006

Fernsehen FERNSEHEN

Wenn Sie den Fernseher eingeschaltet haben, treten Sie mal zur Seite und schauen am Fernsehen vorbei, aber so, dass Sie ihn noch im Blickwinkel haben und stellen Sie den Ton ab. Sie können jetzt den Ablauf der Geschehnisse nicht mehr verfolgen, aber Sie sehen noch wie häufig das Bild auf der Mattscheibe wechselt. Vermutlich seltener bei Spielfilmen und häufiger bei den Werbeblöcken. Sie sehen im Fernsehen eine Sequenz zusammengeschnittener Bilder und können durch Fernsehen leicht zwanzig verschiedene Universen innerhalb einer Minute abrufen, während Ihre Wahrnehmung in der Realität völlig ungeschnitten, also kontinuierlich ist. Allein diese Tatsache, kann Ihnen eine Idee von der Informationsflut geben, die Sie mit einem Fernsehabend in sich anhäufen. Im Fernsehen sehen Sie kommerzialisierte Scheinwelten, die geschaffen wurden, um Sie zum Ziehen Ihrer Kreditkarte zu bewegen. Sie können in Ihrer Wahrnehmung Menschen, Häuser, Verkehr und eine Stadt wählen. Sie sehen den Himmel, Sie sehen Bäume und Natur. Welche Farben dominieren in Ihrer Wahrnehmung? Sehen Sie genug von dem, was Sie sehen wollen? Wissen Sie noch, was Sie sehen wollen?

Auch Ihre Ohren müssen so einiges ertragen. Die Geräusche einer Stadt, mit Verkehr und Menschen. Geräusche die andere Menschen erzeugen. Sie hören Türenschließen, Geschirrklappern, die Geräusche Ihres Computers, Ihr Handyklingeln mit Ihrem ganz speziellen Rufton und das, was Ihnen im Fernsehen geboten wird. Sie hören Musik aus dem Radio und sicherlich hören Sie auch die Stimmen Ihrer Mitmenschen, Ihrer Freunde und Kollegen und Sie hören deren Wünsche an Sie. Mit ein wenig Glück hören Sie vielleicht das Rauschen eines Baumes im Wind oder die Brandung des Meeres. Was also hören Sie den lieben langen Tag, was möchten Sie davon hören und was belästigt Sie? Warum hören Sie sich Dinge an, die Sie nicht hören wollen? Können Sie es vermeiden? Beobachten, steuern und wählen Sie, was an Ihr Ohr gelangt. Ein entscheidender Unterschied zur Wahrnehmung Ihrer Augen besteht darin, das Sie Ihre Ohren nicht einfach schließen können. Die Ohren sind passiver und deshalb besonders anfällig, in der Wahrnehmung vernachlässigt zu werden. Eine gute Übung, um sich des Gehörsinns bewusster zu werden ist, die Augen zu schließen und ein Musikstück genau anzuhören. Das sollte eine Musik sein, bei der Sie die einzelnen Instrumente heraushören können, am besten zunächst eine Musik mit nur einem einzigen Instrument. Mit ein wenig Übung kann Sie das ungemein entspannen und es verbessert Ihre Konzentrationsfähigkeit. Ein Genuss ganz besonderer Natur ist dann natürlich Musik, die man Ihnen live vorspielt. Als Anregung zu den Gedankenübungen im vorangegangenen Kapitel sei bemerkt, dass Sie sich auch Geräusche oder Musik bewusst als Übung vorstellen können.

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Monday, November 20, 2006

Wahrnehmung

Wie oben dargelegt, dient die Beschäftigung mit Ihren Gedanken der Unterstützung Ihrer Gedankenklärung. Im Hinblick auf die Zentrierung Ihrer Gedanken in punkto Wahrnehmungen geht es also darum, sich der Wahrnehmungen bewusst zu werden (beobachten), den Beginn und das Ende, also die Zeitspanne einer Wahrnehmung, zu erkennen und schließlich die Wahl zu treffen, was man wahrnehmen möchte und auch die Wahl zu haben nichts wahrzunehmen (wählen). Die bewusste Wahl einer bestimmten Wahrnehmung beinhaltet also auch die Möglichkeit, nichts wahrzunehmen, indem Sie sich beispielweise sehr intensiv auf eine Sache konzentrieren, wie das im obigen Kapitel bei den Konzentrationsübungen beschrieben wird.

Das Fernsehen ist schlecht, ist eine recht undifferenzierte Aus-sage. Doch prüfen Sie einmal, zu welchen Zeiten und aus welcher Motivation Sie den Apparat einschalten und was Sie sich ansehen. Bleiben Sie bei einem Programm oder lassen Sie sich zappend von Bildern und Tönen berauschen oder inspirieren? Schauen Sie gezielt, um Ihre Sichtweise der Welt zu weiten oder Fragen, die Sie haben zu beantworten? Können Sie teilhaben am Leid aus aller Welt in den Nachrichtensendungen und motiviert Sie dieses Leiden dazu etwas zu unternehmen? Spenden Sie etwas oder sind Sie sozial engagiert? Nutzen Sie die Nachrichtensender, um den Stand Ihres Vermögens anhand Ihrer Börsenkurse täglich zu errechnen? Oder wollen Sie Ihre Sorgen einfach nur für ein paar Stunden vergessen, eine heile Welt sehen oder sehen, dass es Ihnen im Vergleich zu anderen sehr gut geht?

Viele von uns sehen heute stundenlang auf einen Computer-bildschirm und noch weitere Stunden auf den Bildschirm eines Fernsehers, ohne diese Art des Schauens und Wahrnehmens zu hinterfragen. Was kommt zu unserem Auge hinein, was wird durch diese Art des Sehens gefördert? Wir haben natürlich nicht immer die Wahl, darüber zu entscheiden, ob wir in einen Bildschirm schauen möchten, doch nutzen wir die Chance uns nach acht Stunden Bildschirmarbeit, eine andere Art des Sehens zu gönnen? Ihre Augen sind vermutlich ebenso strapaziert wie Ihre Ohren. Sehen Sie die Realität? Sehen Sie das Abbild vermeintlicher Realität auf Ihrem Fernsehapparat? Was kommt zu Ihren Augen rein? Kennen Sie das Gefühl müder Augen?

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Friday, November 17, 2006

Wahrnehmung

Die Wahrnehmungen überprüfen

Die Idee wahrnehmen zu lernen, kann uns auf den ersten Blick schon etwas erstaunen. Wir können doch sehen und hören, was gibt es da zu erfahren? Die Basis der menschlichen Wahr-nehmung sind die fünf Sinne, wobei das Auge, was die wissenschaftliche Untersuchung und wahrscheinlich Ihre eigene Beobachtung rasch belegt, einen größeren Anteil an der Wahrnehmung hat, als die anderen Sinnesorgane. Bis zu diesem Punkt des Buches haben wir Sie schon zum Nachdenken über allerlei Sinneswahrnehmungen angeregt wie z.B. Fernsehen, Rau-chen oder Essen. Um Ihr Denken nun unter Kontrolle zu bekommen, ist es unabdingbar für Sie herauszufinden, welchen Einfluss Ihre jeweilige Wahrnehmung auf Ihr Denken und Ihr Befinden haben. Um davon überhaupt eine Idee zu erhalten, ist es notwendig, die Dichte und Zahl Ihrer Wahrnehmungen zu reduzieren, um Beziehungen zu erkennen. Einige Grundzusam-menhänge werden Ihnen allerdings schon allein durch Überlegung bewusst werden. Sie sehen sich einen dramatischen Film an und werden traurig, sie frottieren Ihren Körper und Ihnen wird warm, sie riechen den Sonntagsbraten und haben Hunger und so weiter.

Wahrnehmungen sind mit Körper- oder Gedankenreaktionen verknüpft. Wahrnehmungen sind also Auslöser von Gedanken-prozessen und Handlungen. Wie bewusst wählen Sie Ihre Wahrnehmungen aus, was nehmen Sie gar nicht mehr bewusst wahr und was nehmen Sie wahr und stört Sie? Es ist wichtig, herauszufinden, welchen persönlichen Ausdruck Sie als Reaktion auf die Eindrücke dieser Welt erlernt und festgelegt haben. Die Freiwilligkeit von Wahrnehmung und Reaktion ist es, die Ihr Menschsein kennzeichnet. Noch einmal: Die Freiwilligkeit von Wahrnehmung und Reaktion ist es, die Ihr Menschsein kennzeichnet. Eine Blume beispielsweise erhält von der Umwelt Licht und Wasser und wächst, ein sehr übersichtliches Lebenssystem, aber vom Grundprinzip her dem Ihren gleich, wenn auch hoffentlich nicht ebenbürtig, denn wir wünschen Ihnen, dass Sie Ihre Chance als Mensch zu wählen auch tatsächlich nutzen.

Außer dem jeweils angesprochenen Sinnesorgan ist natürlich der Inhalt einer Wahrnehmung ganz erheblich für unsere Befindlichkeit. Wir konfrontieren uns möglicherweise mit Dingen, die in die völlig falsche Richtung führen. Besonders durch Filme, Nachrichten und Bücher werden unser Wollen und Streben häufig über die Wahrnehmungen am Schopfe unserer Gefühlswelt gepackt und wir werden zu Handlungen und Gedanken angetrieben, von denen fraglich ist, wie nahe sie dem Wesenskern unserer Person sind.

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Thursday, November 16, 2006

Gedankenklärung simplify

Weil die Beherrschung der Gedanken so essentiell wichtig ist, wollen wir das Ziel der Anstrengung um Gedankenfreiheit nochmals von anderer Seite angehen. Sehen Sie es einmal folgendermaßen: Sie können Ihren Denkprozess durch Übung so elastisch machen, dass Sie Ihr Dasein gedanklich durchmessen können. Den Zustand der Klarheit erreichen Sie nun auf zwei Wegen. Entweder indem die Gedanken ganz ruhen oder indem Sie Ihre Fähigkeit zu denken so weiten und konzentrieren, dass Sie Ihr Dasein durchdenken können, bis zum Ende. Sie sind dann in der Lage, sich in ihrer Lebensgeschichte vor und zurück zu bewegen, also in der Zeit, oder Sie durchschreiten Ihr Leben nach den Ereignissen oder nach den Menschen. In dieser Weitung Ihres Denkens liegt der Zugang, all diese Dinge, die Ihr Leben sind, als distanziert von Ihnen zu betrachten. Sie kennen die Tatsachen Ihres Lebens dann in- und auswendig. Dinge die man in- und auswendig kennt, langweilen einen gewöhnlich und man legt sie beiseite. Voilà, Gedankenfreiheit. Sie sehen, beides ist im Grunde das Gleiche: Das Verbleiben in der Lücke zwischen zwei Gedanken oder das Denken bis zum Ende. Es mündet in denselben Punkt, in die Gedankenfreiheit. Das mag auf den ersten Blick paradox wirken, bewahrheitet aber vortrefflich die Weisheit, dass der Weg das Ziel ist.

Unser Denken ist immer begrenzt, denn es ist nur die Summe unserer Erfahrungen, unserer Analysen und Folgerungen aus alledem und letztlich ist ein Gedanke oder eine Überzeugung immer nur einer von vielen möglichen Blickwinkeln. Sie werden auf einer höheren Stufe Ihrer Entwicklung ein ganz gutes Gespür dafür bekommen, dass Nachdenken oftmals unnötig ist. Gemessen an unserem Denkprozess als Abbild der Wirklichkeit, ist die Realität weitaus vielfältiger und reicher. So bedeutet denken auch immer wählen, wählen aber immer begrenzen. Erschwerend hinzu kommt, dass heutzutage schon die Gewinnung unserer Erfahrungen, die wir zum Beispiel zur Analyse einer Situation heranziehen aus zweiter Hand sind, von Autoren oder aus dem Fernsehen.

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Wednesday, November 15, 2006

Gedankenklärung simplify

Auch zur Entspannung und Gesundung Ihres Körpers können Sie durch gerichtete Gedanken beitragen. Denken Sie sich durch Ihren Körper. Als statische Übung verbleiben Ihre Gedanken auf einem Körperteil und versuchen Sie ihn auch taktil wahrzunehmen und ihn mit ihrem Atmen zu verbinden. Als dynamische Übung wandert Ihre Aufmerksamkeit durch Teile Ihres Körpers oder durch den ganzen Körper.

Die dritte Übung des einzigen Denkens an eine weiße Fläche kommt dem Zustand der Gedankenfreiheit schon recht nahe, aber ist es noch nicht ganz, weil Sie ja noch an die weiße Fläche denken. Die Gedankenfreiheit ist das Verschwinden der weißen Fläche, ohne dass etwas Neues auftaucht. Versuchen Sie den Zustand der Gedankenfreiheit zu erfahren und darin zu verbleiben. Wenn Sie Gedanken beobachten können, wenn Sie die Gedankenübungen von Anfang bis zum Ende durchdenken können, dann haben Sie schon eine Idee davon, was es bedeutet, nichts zu denken. Das ist die Gedankenfreiheit und wird gemeinhin als Meditation bezeichnet: Das Sein im Aussetzen des Gedankenprozesses. Dieser Raum, den Sie als Zwischenraum zweier aufeinander folgender Gedanken kennen lernen, ist der Raum, in dem wir uns bei der Meditation aufhalten, hier sind die Gedanken ausgeklungen. Wirkliche Meditation erkennen Sie ganz einfach daran, dass sich in diesem Zustand nichts mehr verändert. Wenn Sie in einem unveränderten, keimlosen Geisteszustand sind, dann meditieren Sie, das ist die leere Stille.

Die Wegstrecke bis zur Wahl der Gedankenfreiheit ist lang und dann befinden Sie sich schon auf dem Niveau großer Meisterschaft. So ist es nicht verwunderlich, wenn dieser Weg durchaus einige Jahre nimmt. Das soll Sie nicht abschrecken, denn auch die Stufen davor zeigen schon deutliche Früchte für Ihre Person. Schnelle Erfolge verfliegen auch schnell wieder, also geben Sie den Erfolgsdruck bei diesen Übungen völlig auf. Tun Sie es und lernen die Freude an den Übungen kennen, das ist deutlich heilvoller. Wenn Sie die Übungen auf die richtige Weise betreiben, werden Sie nicht an das Ziel denken, weil Sie das Üben als Freude, als angenehmen Zustand erleben. Schon, wenn Sie ein paar Wochen dran bleiben, wird Ihnen das Üben ans Herz wachsen und Sie verspüren täglich den Wunsch danach. Gehen Sie also bedächtig, aber gleichmäßig vor und üben Sie jeden Tag. Allein durch das Beobachten Ihrer Gedanken tun Sie sich einen sehr großen Gefallen. Sie werden sehen.

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Monday, November 13, 2006

Gedankenklärung simplify

Auch zur Entspannung und Gesundung Ihres Körpers können Sie durch gerichtete Gedanken beitragen. Denken Sie sich durch Ihren Körper. Als statische Übung verbleiben Ihre Gedanken auf einem Körperteil und versuchen Sie ihn auch taktil wahrzunehmen und ihn mit ihrem Atmen zu verbinden. Als dynamische Übung wandert Ihre Aufmerksamkeit durch Teile Ihres Körpers oder durch den ganzen Körper.

Die dritte Übung des einzigen Denkens an eine weiße Fläche kommt dem Zustand der Gedankenfreiheit schon recht nahe, aber ist es noch nicht ganz, weil Sie ja noch an die weiße Fläche denken. Die Gedankenfreiheit ist das Verschwinden der weißen Fläche, ohne dass etwas Neues auftaucht. Versuchen Sie den Zustand der Gedankenfreiheit zu erfahren und darin zu verbleiben. Wenn Sie Gedanken beobachten können, wenn Sie die Gedankenübungen von Anfang bis zum Ende durchdenken können, dann haben Sie schon eine Idee davon, was es bedeutet, nichts zu denken. Das ist die Gedankenfreiheit und wird gemeinhin als Meditation bezeichnet: Das Sein im Aussetzen des Gedankenprozesses. Dieser Raum, den Sie als Zwischenraum zweier aufeinander folgender Gedanken kennen lernen, ist der Raum, in dem wir uns bei der Meditation aufhalten, hier sind die Gedanken ausgeklungen. Wirkliche Meditation erkennen Sie ganz einfach daran, dass sich in diesem Zustand nichts mehr verändert. Wenn Sie in einem unveränderten, keimlosen Geisteszustand sind, dann meditieren Sie, das ist die leere Stille.

Die Wegstrecke bis zur Wahl der Gedankenfreiheit ist lang und dann befinden Sie sich schon auf dem Niveau großer Meisterschaft. So ist es nicht verwunderlich, wenn dieser Weg durchaus einige Jahre nimmt. Das soll Sie nicht abschrecken, denn auch die Stufen davor zeigen schon deutliche Früchte für Ihre Person. Schnelle Erfolge verfliegen auch schnell wieder, also geben Sie den Erfolgsdruck bei diesen Übungen völlig auf. Tun Sie es und lernen die Freude an den Übungen kennen, das ist deutlich heilvoller. Wenn Sie die Übungen auf die richtige Weise betreiben, werden Sie nicht an das Ziel denken, weil Sie das Üben als Freude, als angenehmen Zustand erleben. Schon, wenn Sie ein paar Wochen dran bleiben, wird Ihnen das Üben ans Herz wachsen und Sie verspüren täglich den Wunsch danach. Gehen Sie also bedächtig, aber gleichmäßig vor und üben Sie jeden Tag. Allein durch das Beobachten Ihrer Gedanken tun Sie sich einen sehr großen Gefallen. Sie werden sehen.

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Gedankenklärung simplify

Um unsere Gedanken noch elastischer zu machen und die Wahl zu erlangen, nicht mehr denken zu müssen, benötigen wir noch eine weitere Übung. Sie nehmen wieder eine angemessene Position ein und versuchen Ihre Gedanken auf ein einziges Bild zu zentrieren: eine weiße Fläche. Das ist recht schwierig und Sie werden sehen, was sich alles vor die weiße Fläche schiebt. Doch lassen Sie alles andere passieren und kehren Sie immer wieder zu der weißen Fläche zurück. Wenn Sie diese Übung beherrschen, denken Sie nur noch an eine weiße Fläche, denken Sie nur an weiß, sehen Sie es ganz intensiv und kontinuierlich vor sich.

Wenn Sie die drei Übungen der Gedankenschulung aus Gedankenbeobachtung und Gedankenübung erlernt haben, sind Sie ein Meister der Konzentration. Alltägliche Anforderungen, sich auf einen Brief, auf ein Telefonat oder ein Gespräch zu konzentrieren, werden Ihnen leichter fallen, auch können Sie Ihre Gedanken über wesentlich längere Zeit zusammenhalten ohne zu ermüden. Hilfreich ist es auch, sich ergänzend eine Beschäftigung zu suchen, bei der Sie etwas erlernen, wie z.B. eine fremde Sprache oder einen Text für eine Schauspielrolle, das hält Ihren Geist beweglich und fördert Ihre Konzentrationsfähigkeit.

Wir geben Ihnen nun noch mal einen Überblick über die Stufen der Gedankenübung:


>> Übung 1:Beobachten des Gedankenverlaufs
>> Übung 2a: Konzentration auf einen Weg
>> Übung 2b: Konzentration auf den Tagesablauf
>> Übung 2c: Wiederholung persönlicher Leitsätze
>> Übung 3: Konzentration auf eine weiße Fläche
>> Übung 4: Gedankenfreiheit (Meditation)

Wenn Sie die ersten vier Übungen beherrschen, können Sie mit Alternativen experimentieren. Machen sie ein Gefühl zum Gegenstand Ihrer Konzentration. Denken Sie konzentriert über Freude und über Ärger nach oder wählen Sie, was Ihnen nahe liegt. Das Üben der Gedanken bietet Ihnen die Möglichkeit aus negativen Emotionen oder aus gedanklichen Zwängen auszusteigen. Wenn Sie sich in einem dieser unerwünschten Zuständen befinden, setzen Sie sich hin zum Üben, das heilt Ihre Gebrechen geistiger Natur.

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Friday, November 10, 2006

Gedankenklärung simplify

Als Alternative oder im Anschluss an die Gedankenübung des Spazierganges können Sie den Ihren Tagesablauf zum Gegenstand Ihrer Übung wählen. Setzen Sie sich wieder in bequemer Haltung hin und gehen rückwärts durch die Ereignisse des Tages. Sehen Sie sich alles genau vor Ihrem geistigen Auge an. Durchschreiten Sie geistig die Wege und Räume, die Sie heute gesehen haben. Dann lassen Sie die Menschen, denen Sie begegnet sind, noch einmal zu Ihnen kommen und betrachten Sie dabei auch Ihre Emotionen, die Aufregung, die Freude und so weiter. Sie bleiben vermutlich an der einen oder anderen Stelle hängen, gehen Sie aber bis zum Ende. Es ist keine Frage der Zeit, sondern entscheidend ist es, die Konzentration aufzubringen wieder am Morgen anzukommen. Genau nämlich bei dem reinen Zustand den Sie am Morgen empfunden haben. Sie legen durch diese Übung den Tag beiseite, entspannen sich und verhindern, dass sich irgendwelche Aufregung oder Menschen in ihre Träume schleichen. Sind Sie am Morgen angekommen, gehen Sie wieder zurück, vom Morgen bis zum Abend, bis Sie im Jetzt und hier ankommen. Wenn Sie wie oben angeregt, den Tag mit dieser Übung am Morgen und am Abend umfassen und wirklich darauf achten, die Übung zu Ende zu führen, tun Sie sich einen sehr großen Gefallen. Die Tage werden einen wesentlich entspannteren Verlauf nehmen, weil Sie die Tage durch diese Übung viel bewusster erleben und sich auch von den einzelnen Ereignissen nicht so mitreißen lassen. Sie lernen durch diese Übung entspannter zu sein und Ihre eigene Mitte zu wahren.

Als Ergänzung der Rückschau auf Ihren Tag können Sie die Wiederholung von zentralen Leitsätzen Ihrer derzeitigen Lebensphase anschließen. Es ist sehr förderlich für Ihre Entwicklung, wenn Sie im Hinblick auf Ihre Ideen eine gewisse Kontinuität erlangen, indem Sie sich morgens und abends bewusst darauf konzentrieren. Es verändert Sie in die gewollte Richtung, indem es Ihre Überzeugungen in Ihr innerstes Wesen senkt. Wir kommen auf den Umgang mit Affirmationen noch mal im Abschnitt Positives Denken zurück. Einen Vorschlag für den Inhalt von Leitsätzen finden Sie in der abschließenden Übersicht.

Lassen Sie sich beim Aufbau Ihrer Gedankenübungen Zeit, denken Sie nicht daran, irgendetwas erreichen zu müssen, das ist dem Effekt dieser und aller vorgestellten Übungen abträglich. Es geht nämlich gerade darum, genau dort zu sein, wo Sie gerade sind und das nächste wie eine Überraschung zu empfangen. Legen Sie also ganz bewusst keinen Kalender in Ihrem Kopf an, betrachten Sie einzig Ihren Zustand und erkennen was auf Sie zukommt. Unterschätzen Sie die Wirkung dieser einfachen Übungen auf Ihre ganze Person nicht, bleiben Sie möglichst täglich dran, denn es ist Ihrer Befreiung sehr förderlich.

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Thursday, November 09, 2006

Gedankenklärung simplify

So wie Sie sich Ihre Handlungsgewohnheiten über Jahre zugelegt haben, so auch Ihre Art zu denken. Besonders bei der Schulung der Denkweise sind Geduld und ein gewisses Maß an Disziplin erforderlich. Wenn Sie einige Wochen mit dem Beobachten der Gedanken verbracht haben, wird vermutlich eine Verlangsamung im Fluss Ihres Denkens eintreten. Ein Gedanke folgt merkbarer auf den anderen und zwischen den Gedanken in Ihren Übungen können Sie ab und zu eine Lücke wahrnehmen. Diese kleine Lücke zwischen zwei Gedanken ist der erste Moment der Gedankenfreiheit. Das Schwierige ist, dass Sie diesen Moment nur empfangen können, nicht ersehnen, denn sobald Sie ihn ersehnen und genau genommen, sobald Sie ihn erkennen, denken Sie ja bereits wieder. Versuchen Sie also nicht, diesen Raum anzustreben, das führt zu nichts. Lassen Sie zu, was passiert, ohne etwas herbeizuwünschen. Für das Ausklingen, die Beruhigung der Gedanken ist es ohne Belang, ob es sich um angenehme oder unangenehme Gedanken handelt, denn sowohl die angenehmen wie die unangenehmen sollen zur Ruhe kommen, um die geistige Unruhe in Ihrem Kopf zu beenden. Gleichgültig also, ob es eine angenehme Trance ist, in der Sie dahinschwelgen oder eine Angst, die Sie forttreibt, die Gedanken sollen langsamer werden, dass Sie in der Lücke zwischen zwei Gedanken zur Ruhe finden.

Wenn Sie im Beobachten des Ab- und Zunehmens Ihrer Gedankenabfolge ein gewisses Talent erreicht haben, können Sie sich der Gedankenübung als nächste Stufe widmen. Sie betrachten vor Ihrem inneren Auge zunächst einen einfachen Weg, den Sie ganz gut kennen, wie zum Beispiel einen Weg den Sie gerne durch die Stadt oder die Natur laufen. Versuchen Sie diesen Weg vor Ihrem geistigen Auge zu gehen und alles genau zu sehen, sie betrachten Farben, Form und Besonderheiten dieses Spaziergangs. Sie können diese Übung an das Gedanken-beobachten anschließen oder es zu einem anderen Zeitpunkt machen. Fünf bis zehn Minuten sind zunächst völlig ausreichend. Wichtig ist nur, dass Sie lernen, Ihre Gedanken genau auf diesen Weg zu halten und von den Abschweifungen zurückzukehren bis Sie schließlich nicht mehr abschweifen und den Weg vor Ihrem Auge ohne Abschweifungen gehen können.

Dann und wirklich erst dann, vermutlich nach einigen Wochen, wenn Sie den Gedanken ohne Abschweifen auf dem Spaziergang halten können, kommt die nächste Übung. Hasten Sie aber nicht durch die Übungen, sondern gehen Sie langsam und sorgfältig in Ihrer Betrachtung vor. Wenn es Monate dauert, bedeutet das nicht, dass Sie dumm sind, sondern zeigt ganz einfach nur, wie wenig Sie daran gewöhnt sind, sich zu konzentrieren und was Sie durch Ihre unkonzentrierte Lebensweise alles versäumen.http://bistdufrei.de

Wednesday, November 08, 2006

Gedankenklärung

Beginnen Sie zunächst, den Verlauf Ihrer Gedanken einige Minuten genau zu verfolgen. Setzen oder legen Sie sich hin, ganz wie es Ihnen angemessen erscheint, um für diese Übung entspannt zu sein, aber nicht müde zu werden. Schließen Sie die Augen und betrachten Sie, was Sie denken. Was taucht vor Ihrem geistigen Auge auf? Etwas, das Sie noch erledigen müssen, etwas, das ein anderer Mensch zu Ihnen sagte, etwas, das Sie erreichen möchten oder Bilder die Sie heute gesehen haben. Lassen Sie was kommt einfach laufen und sehen Sie zu, solange es Ihnen angemessen erscheint. Lassen Sie nicht zu schnell locker, aber zwingen Sie sich auch nicht zu lange. Die Kunst liegt darin, der Konzentration jeden Tag ihre Übungszeit einzuräumen, um das Erlernte allmählich in den täglichen Ablauf des Lebens einfließen zu lassen. Also beginnen Sie mit dieser Gedankenbeobachtung ein paar Minuten jeden Tag und wenn die Freude daran wächst, wenn sich ein gutes Empfinden und Fließen während des Übens einstellt, weiten Sie die Zeit aus. Sie können sich zum Beispiel daran gewöhnen, einen Tag damit zu beginnen und zu beenden, indem Sie mit dieser Übung eine bewusste Klammer um den Tag setzen. Beim Üben führen am besten Entspanntheit und das Empfinden von Leichtigkeit Regie. Das gilt für diese Aufgabe wie für alle anderen, die wir Ihnen hier vorstellen: Zwingen Sie nichts, aber seien Sie auch nicht nachlässig. Zu zwingen, erzeugt nur Widerstände in Ihnen, die dem Fortschritt hinderlich sind. Besser ist zu versuchen, Gedanken zuzulassen und mit dem Wunsch zu beobachten, etwas zu erfahren. Eine gute Haltung ist die, die man beim Spielen einnimmt, haben Sie eine Vorstellung von dieser Art ungezielten Experimentierens?

Zu Beginn werden Ihre Gedanken vermutlich sehr dicht aufeinander folgen und sich sogar überlagern. Sie denken an sieben Sachen gleichzeitig, aber an nichts richtig. Das kommt jedoch keineswegs daher, dass Sie Ihre Gedanken beobachten, sondern es ist der Spiegel Ihres gewöhnlichen Denkprozesses, der Art also, wie Ihre Gedanken für gewöhnlich ablaufen. Es ist natürlich keineswegs hinderlich, diese Beobachtung während einer alltäglichen Situation vorzunehmen, es hilft Ihnen, Ihre Gedankenwelt allmählich auszuloten. Sie bestimmen durch Ihren Lebenswandel, durch die Menschen auf die Sie treffen, durch das, was Sie reden und tun die Art Ihrer Gedanken. Ihre Gedanken sind teils das Produkt Ihrer Wahrnehmungen und Handlungen, wobei natürlich meist auch die Handlungen Folge von Gedanken sind. Dies ist auf den ersten Blick leidlich banal, doch sollten Sie erkennen, was Unruhe in Ihnen aufkeimen lässt und was eher zu innerer Ausgeglichenheit führt. Versuchen Sie zu durchschauen, wie der Input an Wahrnehmungen, Handlungen und Gedanken mit dem Output an neuen Gedanken zusammenhängt.
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Tuesday, November 07, 2006

Gedankenklärung

Den Denkprozess beobachten

Die Welt gelangt in unser Denken wie sie auch unserem Denken entspringt. Machen wir uns eine Vorstellung vom Denken. Es ist alles, was unser Gehirn passiert, seien es Bilder, Rechenaufgaben, Organisationsanforderungen, die gedanklichen Reaktionen auf gehörte Signale oder taktile. Alles wird verarbeitet, direkt benutzt, projiziert, mit anderen Informationen kombiniert oder einfach abgespeichert und gelagert. Ihre Gedanken sind von Ihren Wahrnehmungen und auch von Ihrer Gefühlswelt beeinflusst und resultieren sogar teils ganz unmittelbar aus diesen beiden. Die Betrachtung dieser Vorgänge in einem Moment ist unser Bewusstsein, als Abfolge ist es die Vorstellung von Zeit. Das Gehirn aus dieser Perspektive nicht mehr als der Projektionsapparat unserer individuellen Welt, das Leben die Summe aller Gedanken und final das Gehirn nur die Lagerstätte aller Erlebnisse und Gedanken bis zum Ende. Allein diesen Fatalismus zu betrachten, ist recht nutzlos. Mitunter empfinden Sie es aber vielleicht als wünschenswert, den Ballast Ihrer Gedanken einfach mal von sich zu werfen und eine Zeit ohne Erfahrungen und Erinnerungen zu sein und vielleicht sogar ohne Gedanken. Denn einiges von dem, was Sie erfahren und gelernt haben, würden Sie vermutlich auch gerne hinter sich lassen, anderes was sie sahen und Ihnen widerfahren ist, einfach vergessen.

Um aber nun Ihren Denkprozess überhaupt zur Disposition stellen zu können, ist es notwendig, dass Sie sich in Ihrer eigenen ganz speziellen Gedankenwelt auskennen und lernen, den Ablauf Ihrer Gedanken zu beherrschen. So ist der nächste Schritt, den wir mit Ihnen gehen wollen, die Betrachtung und die Zügelung Ihrer Gedanken. Das sind die ersten zwei Punkte, nämlich zu lernen, auf die eigenen Gedanken zu achten und sie dann im Zaum zu halten. Ist dies erlernt und eingeübt, können wir unsere Gedanken bewusster aussuchen, also wählen, womit sich unser Kopf beschäftigt, es gezielt und aufmerksam tun und es bewusst beenden. Es ist tatsächlich so, dass Sie ebenso wie sie Ihre Muskeln zu neuer Spannung trainieren, durch Übung auch Ihre Konzentrationsfähigkeit verbessern können. Das ist das erste Ziel der Übung unserer Gedanken und stellen Sie sich die heilsame und beruhigende Erfahrung vor, eine Zeit ganz ohne Gedanken zu sein.

Zuerst sollten Sie sich klar machen, was den jeweiligen Denkprozess auslöst. Ist es ein stimuliertes Denken, das durch eine Wahrnehmung in Gang gesetzt und eventuell auch aufrecht erhalten wird, wie es beim Lesen oder Fernsehen stattfindet? Ist es ein aktives Nachdenken, wie beim Überlegen oder diskutieren, das Sie sich ausgewählt haben? Oder ist es Tag- oder Nachtträumen, das unmittelbar unmotiviert abläuft? Wir handeln und denken oder wir nehmen wahr und denken oder wir denken und denken. Beobachten Sie diesen Unterschied.
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Monday, November 06, 2006

Gedankenklärung

Durch die Übungen zur Gedankenklärung erhöhen Sie Ihre Konzentrationsfähigkeit und ergänzend zum Erreichen eines vitalen und gesunden Körpers, ist dies die Voraussetzung, in den geistigen Zustand hoher Gegenwärtigkeit und Wachheit zu gelangen. Sie werden lebendiger sein, ganz da, wo Sie gerade sind, nehmen wahr und empfinden ganz unmittelbar, was passiert. Sie sind freier von dem was Ihre Vergangenheit war, sorgloser mit dem was Ihre Zukunft wird und eben freudiger gespannt in dem was Ihre Gegenwart ist.

Das ist schon die komplette Anleitung!
Und würden Sie die Schritte beobachten, erkennen und wählen Ihrer Gedanken konsequent befolgen können, wären Sie schnell am Ziel. Tatsächlich aber geht es gar nicht darum, zum Ziel zu gelangen, sondern sich auf dem Weg dorthin ganz und wohl zu fühlen. Sie sehen schon, wir sammeln Paradoxe: Sie verfolgen ein Ziel, wollen aber tatsächlich nur den guten Weg dorthin gehen. Bedenken Sie dabei Folgendes: Es gibt einen nicht unerheblichen Unterschied zwischen dem Wissen des Weges und dem tatsächlichen Beschreiten dessen, - dies gilt ganz besonders für die Erreichung von Gedankendisziplin und dem Erlernen reiner Konzentration. Was wir Ihnen jetzt beschreiben werden, ist recht schnell verstanden, es aber zu verwirklichen, bedarf einiger Ausdauer. Fangen Sie heute an und hören Sie nicht mehr auf sich zu üben.

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Friday, November 03, 2006

Atmung

„Der ganze Mensch will vom Atem durchdrungen sein“, mag Ihnen eine Idee davon geben, wie wir uns das Atmen zum optimalen Wohlbefinden nützlich machen wollen. Der Mensch bildet eine Einheit. Nahrungsaufnahme, Bewegung, Sexualität und Atmung haben wir einzeln besprochen. Im Leben bedingt jedes einzelne auch das andere. Wenn Sie Ihr Gewicht reduzieren wollen, ist Bewegung förderlich, aber nicht hinreichend, wenn Sie weiterhin zuckerabhängig sind. Wenn Sie Ihre Sexualität zu sehr betonen, werden Sie müde in den Beinen und verlieren von der Kraft, die Sie für Ihr Ausdauertraining benötigen. Wenn Sie vorm Fernseher sitzen und Bier trinken, werden Sie träge, atmen flach und haben keine Lust auf gesunde Nahrungsmittel. Das eine bedingt das andere und die Beherrschung einer schlechten Gewohnheit ist ein guter Start. Das Ziel besteht darin, alle schlechten Gewohnheiten zu beherrschen, um den Körper als vital und gespannt zu erleben. Ein gespannter Körper ist lebendig und neugierig, und Einheit bedeutet, dass auch ihr Denken, als ein Teil des Menschseins gesund und gespannt ist. Gesunde Gedanken entspringen einem gesunden Körper, deshalb ist eine gute körperliche Konstitution eine gute Basis, um zu geistiger Balance und Tiefe zu gelangen.




Die Klärung unserer Gedanken

Die Möglichkeit des Menschen durch Denken immer weiter in die Struktur und Zusammenhänge der Dinge einzudringen ist faszinierend und nahezu unerschöpflich. Ihr Gehirn ist ein beeindruckendes Gebilde, mit dem Sie sehr schnell viele Situationen und Vorstellungen durchschreiten können. Die Menschen Ihrer Umgebung, die Ereignisse Ihres Lebens, Ihre Ängste und Wünsche. All das sind Sie in der Lage in Ihrem Hauptspeicher abzurufen und durchzuspielen.

Im Sinne wirklicher persönlicher Emanzipation sollte man natürlich die Wahl haben, was man denkt oder auch nicht denkt. Wie tief das Denken auch in die Struktur der Welt eindringt und wie angefüllt das Gehirn mit Wissen sein mag, der Mensch wird allein über die Zerfaserung und immer weitere Aufspaltung der Dinge nicht zu einem Zustand gelangen, den er als transzendiert und glücklich findet. Das geistige Zergliedern der Welt kann die menschliche Einheit nicht bewirken. Die Gefahr hingegen, sich im Gestrüpp von Fakten, Wünschen und Gedanken zu verirren ist groß. Die Betrachtung der Welt in immer kleineren Zusammenhängen, wie sie die Wissenschaft betreibt, vervielfacht den menschlichen Komfort und die Möglichkeiten des Konsums, aber ist nur der vermeintliche Schlüssel zum Glücklichsein. Denn im gleichen Masse vermehrt sie auch das menschliche Leiden durch das Wachstum der Hoffnungen, der unerfüllten Wünsche und Illusionen.
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Thursday, November 02, 2006

Alte Gewohnheiten

Die neuen Rituale nehmen in Ihrem Leben, einen gewissen Raum ein, der sich vielleicht zunächst nicht recht zeigen will. Was wir unter dem Stichwort Gewohnheiten schon öfters erwähnten, findet auch hier seine Berechtigung: Tauschen Sie ein altes Ritual gegen ein neues aus. Beispielsweise können Raucher den Konsum einer Zigarette durch die Übung neun mal neun Atemzüge ersetzen. Auch dem Kaffeetrinken kann man mit einer gezielten Atemübung zu Leibe rücken. Das Atmen wirkt ebenso belebend und ist es auch tatsächlich, während uns Koffein diese Lebendigkeit ja nur vormacht und wir sie an andere Stelle mit Müdigkeit bezahlen. Das kostet zunächst wohl etwas Beherrschung, wird aber auch zur Gewohnheit und von Ihren sämtlichen Kontrollinstanzen irgendwann nicht mehr zensiert und läuft geschmeidig ab. Wir möchten hier keine Feindbilder oder gar Feindseligkeiten gegen bestimmte Gewohnheitsgruppen aufbauen, die Beispiele lassen sich auf alle Gewohnheiten ausdehnen, die uns wenig förderlich oder gar destruktiv erscheinen. Ihrer Lebensfreude fehlt im Zweifelsfalle nicht mehr als der rechte Atem, so einfach kann es sein.

Die dritte Übung ist kraftvoller und dient ganz besonders der Reinigung der Lunge. Sie atmen passiv durch die Nase ein und dann aktiv durch die Nase wieder aus. Aktiv meint dabei, dass das Ausatmen schneller und willentlicher als das Einatmen geschieht, bei dem die Luft eigentlich nur automatisch in die Lungen zurückfließt, nachdem sie kräftig ausgestoßen wurde. Die Ausatmung ist zu hören, die Einatmung dagegen nicht. Der Bauch bewegt sich bei dieser Übung wie ein Blasebalg mit der gleichen Ausdehnung ein und aus. Sie können es kontrollieren, in dem Sie die flache Hand vor den ausgedehnten Bauch halten und darauf achten, dass der Bauch sich bei jeder Ausatmung immer wieder bis zu diesem Punkt dehnt. Auch diese Übung folgt der 81 nach dem Muster neun, siebenundzwanzig oder dreimal siebenundzwanzig. Es kann Ihnen in den ersten Tagen der Übung schwindlig oder übel werden, bauen Sie also langsam auf.

Abschließend legen wir Ihnen die Nasenhygiene dringend ans Herz. Bekanntermaßen ist das Atmen durch den Mund der Gesundheit abträglich. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass auch Nase und Nasengänge gereinigt werden wollen, um ihre Funktion gut zu erfüllen. Dabei ist es durchaus normal, dass Sie durch ein Nasenloch besser Luft einatmen können als durch das andere und auch, dass es immer ein anderes Nasenloch ist, das besser atmet, es also wechselt. Man kann die Nase täglich auf zweierlei Weise reinigen. Zuerst durch Spülen mit lauwarmem Wasser, das nach Wunsch auch etwas gesalzen sein kann, um es der Körperflüssigkeit anzupassen. Danach legen Sie sich hin und träufeln drei bis vier Tropfen Sesamöl in jedes Nasenloch und kippen den Kopf für etwa fünf Minuten sanft in den Nacken, sodass das Öl seinen Weg in die Nasenhöhlen findet. Bei regelmäßiger Anwendung bekommen Sie viel besser Luft und werden resistenter gegen Erkältungen.
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Wednesday, November 01, 2006

Atmung

Die Mechanik der Atmung wird vom Zwerchfell besorgt, es dehnt sich beim Einamten nach unten aus und saugt so die Atemluft in die Lunge. Dieser natürliche Vorgang wird vom Körper durch einen mehr oder minder starken Beitrag des Brustkorbs und des Bauchs unterstützt. Darauf zielt der zweite Teil der Atemschule. Zunächst wenden wir uns der Bauchatmung zu. Setzen Sie sich auf einen Stuhl oder wenn es Ihnen angenehm ist, einfach bequem auf den Boden. Und nun atmen Sie ein und aus. Das ist einfach, nicht wahr? Wenn Sie es so machen, dass die Übung den Namen Bauchatmung verdient, dehnt sich beim Einatmen der Bauch unterhalb des Nabels voll aus, während er sich beim Ausatmen so weit es geht nach innen zieht, um das Zwerchfell maximal zu heben und die alte Luft aus den Lungen zu befördern. Es sollte aber keinesfalls zu allzu starker Bauchmuskelspannung kommen, vielmehr soll das Zwerchfell nur unterstützt werden, seine natürlich nach oben gewölbte Position beim Ausatmen wieder einzunehmen. Zunächst also achten Sie auf die Ausdehnung des Bauchs nach vorne, es hat etwas von Loslassen. Nach einigen Atemzügen sollten Sie beim Einatmen auch auf eine ordentliche Dehnung Ihrer Flanken achten, dies vertieft den Atemzug noch. Der Atem soll dabei leicht und regelmäßig ein- und ausgehen. Die Haltung bei der gesamten Übung ist aufrecht und der Oberkörper bewegt sich nicht, lediglich der Bauch besorgt den tiefen Atem. Sie sollten sich an diese Art des Atmens generell gewöhnen und es als Übung in reiner Luft mehrmals am Tag durchführen. Das macht Sie frischer und geistesgegenwärtiger. Was die Menge der Atemzüge angeht, folgen Sie Ihrem Empfinden oder der Zahl neun oder neun mal neun.

Der andere Part dieser zweiten Übung besteht darin, den ersten umzukehren und daraus bezieht dieser Teil auch seinen Namen: Umkehratmung. Atmen Sie langsam ein und ziehen den Bauch dabei allmählich nach oben. Wenn Sie es richtig machen, spüren Sie einen angenehmen Druck im Bereich des Beckenbodens (Geschlecht und Darmausgang). Atmen Sie einige Male so und dann forcieren sie es, indem Sie die Beckenbodenmuskulatur zusätzlich gegen Ende jeder Einatmung für einen Moment anspannen. Das verstärkt nicht nur die Umkehratmung, sondern dient als Muskelübung auch der Stärkung dieses Bereiches (eine starke Beckenbodenmuskulatur ist segensreich für Ihr Sexualleben).

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