Wednesday, November 22, 2006

TASTSINN -T-A-S-T-S-I-N-N-

Sie schmecken Ihren Tee, sie schmecken den Rauch Ihrer Zigarette, Sie schmecken ein Stück Schokolade oder den Geschmack einer rohen Karotte? Im Vergleich zu sehen und hören finden die Reizung Ihres Geschmacks- und Geruchssinns gewöhnlich willentlicher und bewusster statt. Sie essen oder trinken etwas bewusst aus der Entscheidung nach einem bestimmten Geschmack. Wie im Kapitel über Ernährung bereits geschildert, kann Ihnen Ihr Geruchssinn verraten, welche Nahrung Ihr Körper gerade benötigt? Sind Sie von Wohlgerüchen umgeben, wie riecht eine Orangenblüte?

Sicherlich wird Ihr Tastsinn täglich über Ihre Hände und Füße angesprochen, sie treten mit Ihren Füssen auf und fassen Dinge an. Meistenteils werden diese Berührungen aber recht unbemerkt an Ihnen vorübergehen. So ist der Tastsinn im Kabinett der Wahrnehmungen sicherlich auch der vernachlässigste Kandidat. Ihr Tatsinn ist das entwicklungsgeschichtlich originäre Sinnesorgan, aus dem Tastsinn der Haut haben sich also alle anderen Sinne des Menschen entwickelt. Auf diese Tatsache werden wir immer dann zurückverwiesen, wenn uns unsere Augen täuschen, dann fassen wir etwas an, um uns zu überzeugen.

Unsere Erlebnisse des Tastsinns werden noch seltener sein als die der anderen Sinnesorgane, denken Sie z.B. an eine Massage oder Streicheleinheiten. Wie im Kapitel über Sexualität bereits angedeutet, wäre es sicher Ihrem Wohlbefinden förderlich, wenn Ihr körperliches Erleben in der Partnerschaft über einen teilnahmslosen Geschlechtsverkehr hinausginge und eben einen deutlichen Anteil an nichtgenitalen Ganzkörperberührungen beinhaltete. Darüber hinaus gönnen Sie sich eine Massage, ein Dampfbad, schwimmen Sie in warmem Wasser und erleben Sie Ihren Tastsinn mit Lust. Was vermutlich noch weniger verbreitet ist, ist die Wahrnehmung Ihres Tastsinns nach innen. Vermutlich kennen Sie ihn in Form von Kopf- oder Bauchschmerzen. Versuchen Sie einmal Ihren Körper im Inneren jenseits von Schmerzempfindungen wahrzunehmen. Wir fühlen sich Ihre Muskeln an, wie Ihre Knochen und Gelenke, Ihre Organe, Ihre Wirbelsäule oder was fühlen Sie unterhalb der Schädeldecke?
http://bistdufrei.de

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