Positives Denken
Positives Denken
Was Positives Denken eigentlich nicht ist, doch womit es allzu leicht gleichgesetzt wird, ist eine Haltung, in der alles was passiert ganz wunderbar ist, ja wirklich allem zwanghaft und ignorant die gute Seite abgewonnen wird. Genauso wenig wie Sie sich einreden müssen, mächtig glücklich zu sein, ist es notwendig von Ihrem Unglück überzeugt zu sein und dies zu bedauern. Es ist sicher dienlich, ein gutes Maß an Schicksalsergebenheit und Gelassenheit an den Tag zu legen, dies ist aber nicht gleichzusetzen mit der Haltung, Probleme und Spannungen zu ignorieren. Wer alles ganz toll findet, läuft Gefahr, was unerträglich banal oder unwürdig ist, nicht mehr klar vor Augen zu haben. Eine solche Haltung führt zur Fixierung der bestehenden Zustände, gesellschaftlich wie individuell, während eine Haltung der aufmerksamen Beobachtung zur Entwicklung führt. Was die eine wie die andere Haltung nicht ändern kann, ist die Tatsache, dass der Ablauf eines Lebens so allerlei Probleme bei Ihnen vorbeibringt.
Ihre Negativität, also die negative Überzeugung, die Sie von Teilen Ihrer Person vielleicht haben, mag zum Teil objektiv begründet sein, weil Sie nämlich, gemessen an dem, was Sie lebendig und glücklich macht, blockiert sind und sich gehen lassen. Vergrößern wir den Fokus der Sichtweise, ist die Negativität der Überzeugung, dass alles in Ihrem Leben schlecht ist und oder schlechter wird wenig objektiv, sondern größeren Teils Ihre freie Wahl. Also noch mal: Genauso wenig wie Sie sich einreden müssen mächtig glücklich zu sein, ist es notwendig, von Ihrem Unglück überzeugt zu sein und dies zu bedauern. Die Wiederholung Ihrer persönlichen Litanei ist identitätsstiftend im Guten wie im Schlechten, das sollten Sie bei Ihren Gedanken-gängen immer beachten. Sie sind eigentlich nur das, was Sie (warum auch immer) häufig genug im Denken und Handeln wiederholt haben. Sie sollten in Ihrem Lebensstil also mehr Wert auf Aktivität legen, und zwar nicht im Sinne von „alles ist toll“ , sondern indem sie konstruktiv sind statt zu zweifeln. Dabei lernen Sie begreifen, dass jede Aktivität Ihrer Person entstammt, aber Ihr Handeln und Denken immer auch Ihre Person konstituiert. Ihre Seinsweise von heute legt durch den Vollzug dieses gewählten Seins die Grundlage Ihres Seins von morgen. Heute gebe ich mich einer Gewohnheit hin und lege damit die Grundlage, diese Gewohnheit morgen zu wiederholen. Für Ihr Glück sind Sie ganz alleine verantwortlich.
>> Welche negativen Überzeugungen haben Sie von sich selbst?
>> Welche dieser negativen Eigenschaften ist realistisch, welche durch Ihre Fokussierung eigentlich überbewertet?
http://bistdufrei.de

0 Comments:
Post a Comment
<< Home