Wahrnehmung
Die Wahrnehmungen überprüfen
Die Idee wahrnehmen zu lernen, kann uns auf den ersten Blick schon etwas erstaunen. Wir können doch sehen und hören, was gibt es da zu erfahren? Die Basis der menschlichen Wahr-nehmung sind die fünf Sinne, wobei das Auge, was die wissenschaftliche Untersuchung und wahrscheinlich Ihre eigene Beobachtung rasch belegt, einen größeren Anteil an der Wahrnehmung hat, als die anderen Sinnesorgane. Bis zu diesem Punkt des Buches haben wir Sie schon zum Nachdenken über allerlei Sinneswahrnehmungen angeregt wie z.B. Fernsehen, Rau-chen oder Essen. Um Ihr Denken nun unter Kontrolle zu bekommen, ist es unabdingbar für Sie herauszufinden, welchen Einfluss Ihre jeweilige Wahrnehmung auf Ihr Denken und Ihr Befinden haben. Um davon überhaupt eine Idee zu erhalten, ist es notwendig, die Dichte und Zahl Ihrer Wahrnehmungen zu reduzieren, um Beziehungen zu erkennen. Einige Grundzusam-menhänge werden Ihnen allerdings schon allein durch Überlegung bewusst werden. Sie sehen sich einen dramatischen Film an und werden traurig, sie frottieren Ihren Körper und Ihnen wird warm, sie riechen den Sonntagsbraten und haben Hunger und so weiter.
Wahrnehmungen sind mit Körper- oder Gedankenreaktionen verknüpft. Wahrnehmungen sind also Auslöser von Gedanken-prozessen und Handlungen. Wie bewusst wählen Sie Ihre Wahrnehmungen aus, was nehmen Sie gar nicht mehr bewusst wahr und was nehmen Sie wahr und stört Sie? Es ist wichtig, herauszufinden, welchen persönlichen Ausdruck Sie als Reaktion auf die Eindrücke dieser Welt erlernt und festgelegt haben. Die Freiwilligkeit von Wahrnehmung und Reaktion ist es, die Ihr Menschsein kennzeichnet. Noch einmal: Die Freiwilligkeit von Wahrnehmung und Reaktion ist es, die Ihr Menschsein kennzeichnet. Eine Blume beispielsweise erhält von der Umwelt Licht und Wasser und wächst, ein sehr übersichtliches Lebenssystem, aber vom Grundprinzip her dem Ihren gleich, wenn auch hoffentlich nicht ebenbürtig, denn wir wünschen Ihnen, dass Sie Ihre Chance als Mensch zu wählen auch tatsächlich nutzen.
Außer dem jeweils angesprochenen Sinnesorgan ist natürlich der Inhalt einer Wahrnehmung ganz erheblich für unsere Befindlichkeit. Wir konfrontieren uns möglicherweise mit Dingen, die in die völlig falsche Richtung führen. Besonders durch Filme, Nachrichten und Bücher werden unser Wollen und Streben häufig über die Wahrnehmungen am Schopfe unserer Gefühlswelt gepackt und wir werden zu Handlungen und Gedanken angetrieben, von denen fraglich ist, wie nahe sie dem Wesenskern unserer Person sind.
http://bistdufrei.de

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