Tuesday, November 07, 2006

Gedankenklärung

Den Denkprozess beobachten

Die Welt gelangt in unser Denken wie sie auch unserem Denken entspringt. Machen wir uns eine Vorstellung vom Denken. Es ist alles, was unser Gehirn passiert, seien es Bilder, Rechenaufgaben, Organisationsanforderungen, die gedanklichen Reaktionen auf gehörte Signale oder taktile. Alles wird verarbeitet, direkt benutzt, projiziert, mit anderen Informationen kombiniert oder einfach abgespeichert und gelagert. Ihre Gedanken sind von Ihren Wahrnehmungen und auch von Ihrer Gefühlswelt beeinflusst und resultieren sogar teils ganz unmittelbar aus diesen beiden. Die Betrachtung dieser Vorgänge in einem Moment ist unser Bewusstsein, als Abfolge ist es die Vorstellung von Zeit. Das Gehirn aus dieser Perspektive nicht mehr als der Projektionsapparat unserer individuellen Welt, das Leben die Summe aller Gedanken und final das Gehirn nur die Lagerstätte aller Erlebnisse und Gedanken bis zum Ende. Allein diesen Fatalismus zu betrachten, ist recht nutzlos. Mitunter empfinden Sie es aber vielleicht als wünschenswert, den Ballast Ihrer Gedanken einfach mal von sich zu werfen und eine Zeit ohne Erfahrungen und Erinnerungen zu sein und vielleicht sogar ohne Gedanken. Denn einiges von dem, was Sie erfahren und gelernt haben, würden Sie vermutlich auch gerne hinter sich lassen, anderes was sie sahen und Ihnen widerfahren ist, einfach vergessen.

Um aber nun Ihren Denkprozess überhaupt zur Disposition stellen zu können, ist es notwendig, dass Sie sich in Ihrer eigenen ganz speziellen Gedankenwelt auskennen und lernen, den Ablauf Ihrer Gedanken zu beherrschen. So ist der nächste Schritt, den wir mit Ihnen gehen wollen, die Betrachtung und die Zügelung Ihrer Gedanken. Das sind die ersten zwei Punkte, nämlich zu lernen, auf die eigenen Gedanken zu achten und sie dann im Zaum zu halten. Ist dies erlernt und eingeübt, können wir unsere Gedanken bewusster aussuchen, also wählen, womit sich unser Kopf beschäftigt, es gezielt und aufmerksam tun und es bewusst beenden. Es ist tatsächlich so, dass Sie ebenso wie sie Ihre Muskeln zu neuer Spannung trainieren, durch Übung auch Ihre Konzentrationsfähigkeit verbessern können. Das ist das erste Ziel der Übung unserer Gedanken und stellen Sie sich die heilsame und beruhigende Erfahrung vor, eine Zeit ganz ohne Gedanken zu sein.

Zuerst sollten Sie sich klar machen, was den jeweiligen Denkprozess auslöst. Ist es ein stimuliertes Denken, das durch eine Wahrnehmung in Gang gesetzt und eventuell auch aufrecht erhalten wird, wie es beim Lesen oder Fernsehen stattfindet? Ist es ein aktives Nachdenken, wie beim Überlegen oder diskutieren, das Sie sich ausgewählt haben? Oder ist es Tag- oder Nachtträumen, das unmittelbar unmotiviert abläuft? Wir handeln und denken oder wir nehmen wahr und denken oder wir denken und denken. Beobachten Sie diesen Unterschied.
http://bistdufrei.de

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