Wahrnehmung
Wie oben dargelegt, dient die Beschäftigung mit Ihren Gedanken der Unterstützung Ihrer Gedankenklärung. Im Hinblick auf die Zentrierung Ihrer Gedanken in punkto Wahrnehmungen geht es also darum, sich der Wahrnehmungen bewusst zu werden (beobachten), den Beginn und das Ende, also die Zeitspanne einer Wahrnehmung, zu erkennen und schließlich die Wahl zu treffen, was man wahrnehmen möchte und auch die Wahl zu haben nichts wahrzunehmen (wählen). Die bewusste Wahl einer bestimmten Wahrnehmung beinhaltet also auch die Möglichkeit, nichts wahrzunehmen, indem Sie sich beispielweise sehr intensiv auf eine Sache konzentrieren, wie das im obigen Kapitel bei den Konzentrationsübungen beschrieben wird.
Das Fernsehen ist schlecht, ist eine recht undifferenzierte Aus-sage. Doch prüfen Sie einmal, zu welchen Zeiten und aus welcher Motivation Sie den Apparat einschalten und was Sie sich ansehen. Bleiben Sie bei einem Programm oder lassen Sie sich zappend von Bildern und Tönen berauschen oder inspirieren? Schauen Sie gezielt, um Ihre Sichtweise der Welt zu weiten oder Fragen, die Sie haben zu beantworten? Können Sie teilhaben am Leid aus aller Welt in den Nachrichtensendungen und motiviert Sie dieses Leiden dazu etwas zu unternehmen? Spenden Sie etwas oder sind Sie sozial engagiert? Nutzen Sie die Nachrichtensender, um den Stand Ihres Vermögens anhand Ihrer Börsenkurse täglich zu errechnen? Oder wollen Sie Ihre Sorgen einfach nur für ein paar Stunden vergessen, eine heile Welt sehen oder sehen, dass es Ihnen im Vergleich zu anderen sehr gut geht?
Viele von uns sehen heute stundenlang auf einen Computer-bildschirm und noch weitere Stunden auf den Bildschirm eines Fernsehers, ohne diese Art des Schauens und Wahrnehmens zu hinterfragen. Was kommt zu unserem Auge hinein, was wird durch diese Art des Sehens gefördert? Wir haben natürlich nicht immer die Wahl, darüber zu entscheiden, ob wir in einen Bildschirm schauen möchten, doch nutzen wir die Chance uns nach acht Stunden Bildschirmarbeit, eine andere Art des Sehens zu gönnen? Ihre Augen sind vermutlich ebenso strapaziert wie Ihre Ohren. Sehen Sie die Realität? Sehen Sie das Abbild vermeintlicher Realität auf Ihrem Fernsehapparat? Was kommt zu Ihren Augen rein? Kennen Sie das Gefühl müder Augen?
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