Tuesday, November 21, 2006

Fernsehen FERNSEHEN

Wenn Sie den Fernseher eingeschaltet haben, treten Sie mal zur Seite und schauen am Fernsehen vorbei, aber so, dass Sie ihn noch im Blickwinkel haben und stellen Sie den Ton ab. Sie können jetzt den Ablauf der Geschehnisse nicht mehr verfolgen, aber Sie sehen noch wie häufig das Bild auf der Mattscheibe wechselt. Vermutlich seltener bei Spielfilmen und häufiger bei den Werbeblöcken. Sie sehen im Fernsehen eine Sequenz zusammengeschnittener Bilder und können durch Fernsehen leicht zwanzig verschiedene Universen innerhalb einer Minute abrufen, während Ihre Wahrnehmung in der Realität völlig ungeschnitten, also kontinuierlich ist. Allein diese Tatsache, kann Ihnen eine Idee von der Informationsflut geben, die Sie mit einem Fernsehabend in sich anhäufen. Im Fernsehen sehen Sie kommerzialisierte Scheinwelten, die geschaffen wurden, um Sie zum Ziehen Ihrer Kreditkarte zu bewegen. Sie können in Ihrer Wahrnehmung Menschen, Häuser, Verkehr und eine Stadt wählen. Sie sehen den Himmel, Sie sehen Bäume und Natur. Welche Farben dominieren in Ihrer Wahrnehmung? Sehen Sie genug von dem, was Sie sehen wollen? Wissen Sie noch, was Sie sehen wollen?

Auch Ihre Ohren müssen so einiges ertragen. Die Geräusche einer Stadt, mit Verkehr und Menschen. Geräusche die andere Menschen erzeugen. Sie hören Türenschließen, Geschirrklappern, die Geräusche Ihres Computers, Ihr Handyklingeln mit Ihrem ganz speziellen Rufton und das, was Ihnen im Fernsehen geboten wird. Sie hören Musik aus dem Radio und sicherlich hören Sie auch die Stimmen Ihrer Mitmenschen, Ihrer Freunde und Kollegen und Sie hören deren Wünsche an Sie. Mit ein wenig Glück hören Sie vielleicht das Rauschen eines Baumes im Wind oder die Brandung des Meeres. Was also hören Sie den lieben langen Tag, was möchten Sie davon hören und was belästigt Sie? Warum hören Sie sich Dinge an, die Sie nicht hören wollen? Können Sie es vermeiden? Beobachten, steuern und wählen Sie, was an Ihr Ohr gelangt. Ein entscheidender Unterschied zur Wahrnehmung Ihrer Augen besteht darin, das Sie Ihre Ohren nicht einfach schließen können. Die Ohren sind passiver und deshalb besonders anfällig, in der Wahrnehmung vernachlässigt zu werden. Eine gute Übung, um sich des Gehörsinns bewusster zu werden ist, die Augen zu schließen und ein Musikstück genau anzuhören. Das sollte eine Musik sein, bei der Sie die einzelnen Instrumente heraushören können, am besten zunächst eine Musik mit nur einem einzigen Instrument. Mit ein wenig Übung kann Sie das ungemein entspannen und es verbessert Ihre Konzentrationsfähigkeit. Ein Genuss ganz besonderer Natur ist dann natürlich Musik, die man Ihnen live vorspielt. Als Anregung zu den Gedankenübungen im vorangegangenen Kapitel sei bemerkt, dass Sie sich auch Geräusche oder Musik bewusst als Übung vorstellen können.

http://bistdufrei.de

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