Friday, November 03, 2006

Atmung

„Der ganze Mensch will vom Atem durchdrungen sein“, mag Ihnen eine Idee davon geben, wie wir uns das Atmen zum optimalen Wohlbefinden nützlich machen wollen. Der Mensch bildet eine Einheit. Nahrungsaufnahme, Bewegung, Sexualität und Atmung haben wir einzeln besprochen. Im Leben bedingt jedes einzelne auch das andere. Wenn Sie Ihr Gewicht reduzieren wollen, ist Bewegung förderlich, aber nicht hinreichend, wenn Sie weiterhin zuckerabhängig sind. Wenn Sie Ihre Sexualität zu sehr betonen, werden Sie müde in den Beinen und verlieren von der Kraft, die Sie für Ihr Ausdauertraining benötigen. Wenn Sie vorm Fernseher sitzen und Bier trinken, werden Sie träge, atmen flach und haben keine Lust auf gesunde Nahrungsmittel. Das eine bedingt das andere und die Beherrschung einer schlechten Gewohnheit ist ein guter Start. Das Ziel besteht darin, alle schlechten Gewohnheiten zu beherrschen, um den Körper als vital und gespannt zu erleben. Ein gespannter Körper ist lebendig und neugierig, und Einheit bedeutet, dass auch ihr Denken, als ein Teil des Menschseins gesund und gespannt ist. Gesunde Gedanken entspringen einem gesunden Körper, deshalb ist eine gute körperliche Konstitution eine gute Basis, um zu geistiger Balance und Tiefe zu gelangen.




Die Klärung unserer Gedanken

Die Möglichkeit des Menschen durch Denken immer weiter in die Struktur und Zusammenhänge der Dinge einzudringen ist faszinierend und nahezu unerschöpflich. Ihr Gehirn ist ein beeindruckendes Gebilde, mit dem Sie sehr schnell viele Situationen und Vorstellungen durchschreiten können. Die Menschen Ihrer Umgebung, die Ereignisse Ihres Lebens, Ihre Ängste und Wünsche. All das sind Sie in der Lage in Ihrem Hauptspeicher abzurufen und durchzuspielen.

Im Sinne wirklicher persönlicher Emanzipation sollte man natürlich die Wahl haben, was man denkt oder auch nicht denkt. Wie tief das Denken auch in die Struktur der Welt eindringt und wie angefüllt das Gehirn mit Wissen sein mag, der Mensch wird allein über die Zerfaserung und immer weitere Aufspaltung der Dinge nicht zu einem Zustand gelangen, den er als transzendiert und glücklich findet. Das geistige Zergliedern der Welt kann die menschliche Einheit nicht bewirken. Die Gefahr hingegen, sich im Gestrüpp von Fakten, Wünschen und Gedanken zu verirren ist groß. Die Betrachtung der Welt in immer kleineren Zusammenhängen, wie sie die Wissenschaft betreibt, vervielfacht den menschlichen Komfort und die Möglichkeiten des Konsums, aber ist nur der vermeintliche Schlüssel zum Glücklichsein. Denn im gleichen Masse vermehrt sie auch das menschliche Leiden durch das Wachstum der Hoffnungen, der unerfüllten Wünsche und Illusionen.
http://bistdufrei.de

0 Comments:

Post a Comment

<< Home