Gedankenklärung simplify
So wie Sie sich Ihre Handlungsgewohnheiten über Jahre zugelegt haben, so auch Ihre Art zu denken. Besonders bei der Schulung der Denkweise sind Geduld und ein gewisses Maß an Disziplin erforderlich. Wenn Sie einige Wochen mit dem Beobachten der Gedanken verbracht haben, wird vermutlich eine Verlangsamung im Fluss Ihres Denkens eintreten. Ein Gedanke folgt merkbarer auf den anderen und zwischen den Gedanken in Ihren Übungen können Sie ab und zu eine Lücke wahrnehmen. Diese kleine Lücke zwischen zwei Gedanken ist der erste Moment der Gedankenfreiheit. Das Schwierige ist, dass Sie diesen Moment nur empfangen können, nicht ersehnen, denn sobald Sie ihn ersehnen und genau genommen, sobald Sie ihn erkennen, denken Sie ja bereits wieder. Versuchen Sie also nicht, diesen Raum anzustreben, das führt zu nichts. Lassen Sie zu, was passiert, ohne etwas herbeizuwünschen. Für das Ausklingen, die Beruhigung der Gedanken ist es ohne Belang, ob es sich um angenehme oder unangenehme Gedanken handelt, denn sowohl die angenehmen wie die unangenehmen sollen zur Ruhe kommen, um die geistige Unruhe in Ihrem Kopf zu beenden. Gleichgültig also, ob es eine angenehme Trance ist, in der Sie dahinschwelgen oder eine Angst, die Sie forttreibt, die Gedanken sollen langsamer werden, dass Sie in der Lücke zwischen zwei Gedanken zur Ruhe finden.
Wenn Sie im Beobachten des Ab- und Zunehmens Ihrer Gedankenabfolge ein gewisses Talent erreicht haben, können Sie sich der Gedankenübung als nächste Stufe widmen. Sie betrachten vor Ihrem inneren Auge zunächst einen einfachen Weg, den Sie ganz gut kennen, wie zum Beispiel einen Weg den Sie gerne durch die Stadt oder die Natur laufen. Versuchen Sie diesen Weg vor Ihrem geistigen Auge zu gehen und alles genau zu sehen, sie betrachten Farben, Form und Besonderheiten dieses Spaziergangs. Sie können diese Übung an das Gedanken-beobachten anschließen oder es zu einem anderen Zeitpunkt machen. Fünf bis zehn Minuten sind zunächst völlig ausreichend. Wichtig ist nur, dass Sie lernen, Ihre Gedanken genau auf diesen Weg zu halten und von den Abschweifungen zurückzukehren bis Sie schließlich nicht mehr abschweifen und den Weg vor Ihrem Auge ohne Abschweifungen gehen können.
Dann und wirklich erst dann, vermutlich nach einigen Wochen, wenn Sie den Gedanken ohne Abschweifen auf dem Spaziergang halten können, kommt die nächste Übung. Hasten Sie aber nicht durch die Übungen, sondern gehen Sie langsam und sorgfältig in Ihrer Betrachtung vor. Wenn es Monate dauert, bedeutet das nicht, dass Sie dumm sind, sondern zeigt ganz einfach nur, wie wenig Sie daran gewöhnt sind, sich zu konzentrieren und was Sie durch Ihre unkonzentrierte Lebensweise alles versäumen.http://bistdufrei.de

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