Tuesday, September 05, 2006

Die neue Bescheidenheit

Unser Wohlstand funktioniert nur mit einem angriffslustigen und nach Vorteil strebendem Menschen, und die Wirtschaft muss wachsen, um den notwendigen Wohlstand zu erzeugen und alle satt zu machen. Das ist ein weit verbreitetes Vorurteil. Doch ganz offenbar funktioniert es von Jahr zu Jahr schlechter. Es gibt immer mehr Arbeitslose, während eine kleine Gruppe Menschen immer reicher wird. In wenigen Jahrzehnten schwindet der Vorrat an Millionen Jahre alten natürlichen Ressourcen. Unsere Sozialversicherungssysteme kollabieren allmählich. Am deut-lichsten tritt der Anachronismus unseres Systems aber zu Tage, wenn wir in die Gesichter von Menschen sehen. Da fehlt das Glück, da fehlt das innere Strahlen.

Sehen wir uns exemplarisch für die Disfunktion unseres Systems die vielen Millionen Menschen an, die ohne Arbeit sind. Es ist eigentlich sehr einfach dafür eine Lösung zu finden, wenn man nicht starrsinnig an den hergebrachten Methoden festhält. Ziehen wir den Schleier unserer gewohnten Sichtweise weg, sehen wir folgendes: Ein Mensch muss sich ernähren, vor der Witterung schützen, sich kleiden und fortpflanzen. Damit das alles leichter für den Einzelnen wird, haben wir Menschen Kooperationen gebildet, um es bequemer zu haben. Nun sind diese Kooperationen mittlerweile Firmen und Konzerne, die so effizient sind, dass sie alle versorgen, ohne dass alle dafür arbeiten müssen. Jeder Mensch möchte aber etwas tun für seinen Unterhalt, das entspricht unserem Instinkt als Lebewesen und auch dem natürlichen menschlichen Gerechtigkeitsempfinden. Allein die vorhandene Arbeit unter allen aufzuteilen wäre ein vernünftiger Weg. Es wäre besser, wenn der Vorteil der hohen Effizienz unseres Wirtschaftssystems für alle etwas brächte, statt dass immer weniger Menschen immer mehr arbeiten und damit überlastet sind, und immer mehr Menschen gar nicht arbeiten und damit unglücklich sind, was man wohl im Bereich der höher dotierten Positionen behaupten kann. Aber auch bei den schlechter bezahlten Tätigkeiten könnte durch eine Reduzierung der Stunden aller Arbeitender Arbeitslose wieder beschäftigt werden. Wir gehen aber keinen neuen Weg, weil unsere Sicht viel zu verengt ist und wir in unserem Besitzdenken und unserer Egozentrik gefangen sind. Wir sehen zu, wie unser System allmählich kollabiert.

http://bistdufrei.de

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