Saturday, August 26, 2006

Mediatation und Mediensucht

Woher also kommt es, dass unser heutiger gesellschaftlicher Diskurs ein so starkes Gewicht auf Eigenschaften wie Durchsetz-ung und eigenen Vorteil legt?
Sind es die Rahmenbedingungen und Mechanismen unseres Wirtschaftssystems, die unser Zusammenleben immer mehr bestimmen? Liegt es an der mangelnden Ausbildung der anderen Eigenschaften des Menschen, entstehen sie erst aus der fehlenden Entfaltung seiner Anlagen? Kommt es vom vielen Fernsehen, dass wir so sind wie wir sind?

Das Fernsehen ist heute der Hauptvertreter der Massenmedien. Sicherlich ist es das wichtigste Instrument zur Wiederholung und Fixierung der bestehenden Zustände. Dass Fernsehen an sich schon dazu verleitet, es falsch zu benutzen, liegt an der intensiven Sinnesansprache bei gleichzeitiger körperlicher Passivität. Man befindet sich beim Fernsehen in einem rein konsumierenden Zustand, der kein teilnehmendes eigenes Handeln zulässt. Dass es den einzelnen Sendern um Einschaltquoten geht, bedeutet nicht weniger, als den schwächsten Punkt der Anfälligkeit der Zuschauer zu finden, um sie zu irgendetwas Nutzlosem zu verleiten. Schon diese Tatsache allein führt den Wunsch von Politikern, Erziehern oder gar den janusköpfigen Sprechern des kommerziellen Fernsehens selbst, das Fernsehen möge bedacht benutzt werden, weitgehend ad absurdum. Die gesellschaftliche Wahrheit sieht wohl so aus, dass wir uns immer weiter in die Gefangenschaft vorgefertigter Meinungen begeben.

Individuell gesehen, treten die Fallen des Fernsehens deutlich in zu langem Konsum auf, dem wahllosen Aneinanderreihen von ...

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